
SPD-Ortsverein Pfaffen-Schwabenheim / Biebelsheim greift wichtiges Thema der Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf auf –
Expertin Irini Langensiepen referierte und stand zum Austausch zur Verfügung
Der SPD-Ortsverein Pfaffen-Schwabenheim / Biebelsheim stellte im Rahmen einer Veranstaltung im Pfaffen - Schwabenheimer Dorfgemeinschaftshaus ein ganz wichtiges Thema in den Mittelpunkt, nämlich die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf. Angesichts der zunehmenden Herausforderungen, die berufstätige und familiär stark eingebundene pflegende Angehörige im Alltag bewältigen müssen, ist es den Sozialdemokraten ein großes Anliegen. Die Situation berufstätiger pflegender Angehöriger in den Blick zu nehmen, sei sowohl sozial- und gesellschaftspolitisch als auch volkswirtschaftlich von zentraler Bedeutung.
Als kompetente Referentin mit hoher Expertise konnte die Pflegeberaterin Irini Langensiepen gewonnen werden, die den Veranstaltungsbesuchern einen umfassenden Einblick in die Thematik gab. Sie erläuterte die vielfältigen psychischen Anforderungen, vor denen pflegende Angehörige in Berufstätigkeit stehen. Dabei betonte sie die Bedeutung einer guten Organisation und die Notwendigkeit, frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ein wichtiger Anlaufpunkt für Betroffene seien die Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz, die qualifiziert beraten würden. Gleichwohl brauche es politischer Maßnahmen und Verbesserungen. Irina Langensiepen lieferte beeindruckende Zahlen: Es sei von ca. 5,7 Millionen pflegebedürftigen Menschen auszugehen, 4,1 Millionen, die in einer Erwerbstätigkeit stünden, pflegten Angehörige. Hier sei auch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, führte Langensiepen aus. Umso wichtiger sei es das Thema offen anzusprechen und betroffene Menschen zu ermutigen, ihre persönliche Situation anzusprechen, gerade in Unternehmen und Betrieben. Arbeitgeber, Beschäftigtenvertretungen und die Tarifvertragsparteien hätten es auch mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Hand, innerbetriebliche Entlastungen zu schaffen und die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf zu unterstützen. Auch der Gesetzgeber und die Politik habe den Auftrag, die Rahmenbedingungen zu verbessern, Familienzeitgesetzgebung betreffe.
Der Vortrag regte einen lebhaften Austausch an und verdeutlichte die objektive Bedeutung der Thematik. Der SPD-Ortsverein möchte mit solchen Veranstaltungen das Bewusstsein für die Belange pflegender Angehöriger aufzeigen. Ziel müsse sein, die Betroffenen zu entlasten und ihnen den Alltag zu erleichtern, damit sie Berufstätigkeit und Angehörigenpflege vereinbaren können. Das betonten nachdrücklich Landtagsabgeordneter und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Michael Simon sowie Ortsvereinsvorstandsmitglied Katja Mathias, im Einklang mit der Pflegeexpertin.
Der Abend zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und die Gesellschaft für die Herausforderungen im Pflegebereich zu sensibilisieren.


